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Happiness Advantage – positives Grundmindset statt Dauerpessimismus

Happiness Advantage – positives Grundmindset statt Dauerpessimismus

Geht es Dir beim Anblick Deiner sozialen Timelines ähnlich wir mir? Frust, Gejammer, Gemotze, schlechte Nachrichten. Wer sich da beim Durchlesen verliert, der könnte ganz schnell auf die Idee kommen, dass man bei all dem Elend gar kein Recht auf gute Laune hat. Bevor ich mir bewusst machte, was da abgeht, hielt ich das alles für normal. So ist die Welt eben. Aber mittlerweile ist mir klar, es tut mir nicht gut und ich habe da keinen Bock mehr drauf.

Wie jetzt, alles schön reden oder wie?

Oh, auf keinen Fall. Aber sei doch mal ehrlich. Nachrichten, Kommentare zur Politik im Großen und im Kleinen – alles ist mies, korrupt, schlecht, ungerecht und gemein. Die Freiheit, alles kommentieren und posten zu können, was einem unter den Nägeln brennt, hat den großen Nachteil, dass ich als Leser unter all den richtigen und falschen, wichtigen und unwichtigen, gut recherchierten oder absolut überzeichneten Meldungen, mit denen ich überspült werde, für mich Relevantes aussortieren muss. Bots und Hatespeechs tragen ihren Teil zur schlechten Stimmung bei. Auch die Kommentarspalten der Medien werden als Forum von denjenigen missbraucht, die ihre verbale Tollwut verbreiten möchten.

Ich habe mittlerweile damit angefangen, Kontakte, die nur noch nörgeln oder meckern, von meiner Timeline zu verbannen. Warum? Weil es mich unbewusst runterzieht, weil es mir einen Eindruck von der Stimmung „da draußen“ vermittelt, die ich in meinem privaten Umfeld so nicht kenne. Denn was passiert, wenn man täglich nur die „Bruddler“ wahrnimmt? Genau – schlechte Laune ist ansteckend.

Wisst ihr was? Motzt euer Spiegelbild an, aber nicht mich.

Ich spreche hier nicht von denjenigen, die sich mal kurz den Frust von der Seele reden müssen oder ernste Probleme haben, kein Thema. Das kennt wohl jeder für sich und da bin ich gerne Freundin oder leihe mein Ohr. Doch manchmal glaube, ich, dass viele dieser Posts nur deshalb geschrieben werden, weil die Verfasser es witzig finden, zu beobachten, was dann passiert und wie sich Menschen beschimpfen. Vielleicht fällt ihnen auch sonst nichts ein? Keine Ahnung. Aber diejenigen, die wirklich Grund zum Jammern hätten, die hörst Du gar nicht, die sind in der Regel still und die hätten eigentlich mehr Aufmerksamkeit verdient.

Mir fehlt manchmal die Relation zwischen echten und künstlichen Problemen.

Terror, Krieg, Umweltkatastrophen oder Hunger sind Tatsachen, die man nicht einfach vom Tisch fegen kann und schon gar nicht sollte. Und genau aus dem Grund fände ich es schön – und da fasse ich mich gerne ganz fest an meine eigene Nase – dass wir uns wieder in der Lage versetzen sollten, die Annehmlichkeiten des Lebens in einem relativ sicheren Land wie unserem wertzuschätzen. Anstatt Politiker ausschließlich zu beschimpfen und für alles verantwortlich zu machen, könnte man sich ja auch selbst mal einbringen – und vielleicht feststellen, dass wollen nicht immer können bedeutet.

Happiness Advantage – das glückliche Geheimnis besserer Arbeit

Der amerikanische Psychologe Shawn Achor hat den Begriff Happiness Advantage geprägt. Gefallen hat mir hier die Aussage, „dass nicht die Realität uns Form gibt, sondern die Linse, durch die unser Gehirn auf die realitätsformende Welt schaut. Und wenn wir die Linse austauschen können, können wir nicht nur unser Glück beeinflussen, sondern zur selben Zeit jedes einzelne Resultat in der Bildung und Wirtschaft verändern.“ Weiter sagt er: „75 % des beruflichen Erfolgs werden geprägt durch den eigenen Optimismus, das soziale Umfeld, und die eigene Fähigkeit, Stress als Herausforderung und nicht als Bedrohung zu sehen.“

Bäng.

Ich würde diese Definition nicht nur auf den beruflichen Erfolg, sondern überhaupt auf die eigene Lebenseinstellung portieren wollen. Wenn ich mich also schon Sonntags muffig auf die neue (Arbeits-)woche einstelle und das einzige Ziel der Freitag und die Aussicht auf das nächste Wochenende darstellen, na, was für eine motivierte und erfolgreiche Woche kann das denn werden?

Wenn wir das positive Grunddenken erhöhen, dann erlebt unser Gehirn einen sogenannten Glücks-Vorteil. Es kann im positiven Zustand wesentlich bessere Leistungen liefern als im negativen, neutralen oder gestressten Zustand.

Happiness Advantage im Alltag anwenden

Achor beschreibt, dass es möglich ist, an 21 aufeinanderfolgenden Tagen mit nur zwei Minuten pro Tag sein Gehirn umzuprogrammieren, damit es so optimistischer und erfolgreicher an seine Arbeit geht. Ob und wie es funktioniert? Notiere jeden Tag 3 neue Dinge, die Dich positiv gestimmt haben, für die Du dankbar bist. Wir führen also eine Art Tagebuch, um das Muster in unserem Gehirn umzuprogrammieren. Es soll erst wieder das Positive suchen und nicht das Negative.

Die nächsten 21 Tage werde ich also in Blogbeiträgen beschreiben, welche 3 positiven Impulse es an jedem Tag gab. Das wird sicherlich spannend, da immer etwas Neues zu identifizieren, aber wir werden sehen. Ich würde mich unheimlich freuen, wenn Du mir in Kommentaren Feedback darüber gibst, wofür Du täglich dankbar bist. Das motiviert, finde ich.

Wer Shawn Achor’s Vortrag gerne anschauen möchte, der kann das unter nachfolgendem Link tun:
https://www.ted.com/talks/shawn_achor_the_happy_secret_to_better_work?language=de

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