Profil

Seit meiner Ausbildung zur Druckformherstellerin im Jahr 1980 und Weiterbildung zur Industriemeisterin Druck habe ich persönlich erfahren, was es bedeutet, wenn eine Branche sich immer wieder Technologien und Märkten anpassen muss. Branchenriesen, deren Namen heute kaum noch jemand kennt, verschwanden, um anderen, innovativeren Unternehmen Platz zu machen. Nichts hatte Bestand und blieb wie es war. In all den Jahren bin ich Menschen begegnet, die nicht bereit waren, sich diesen Anforderungen zu stellen und mit der Zeit gesehen. So wollte ich nie sein.

Deshalb eine kurze Übersicht, wie sich Ausbildung und Realität trennten und neue Skills erforderten.

Die 80er: Ausbildung zur Druckformherstellerin

Ich begann meine Ausbildung zur Druckformherstellerin. Das Berufsbild ist geprägt von analogen Mechanismen. Layouts werden geschnitten, geklebt, auf Leuchttischen montiert, mit riesigen Zweiraumkameras abfotografiert, Druckplatten erstellt. Fotografie findet mit Film und Entwickler statt.

Das nächste Ziel: die Meisterprüfung

Auch meine Meisterprüfung beinhaltet viel Handarbeit. Druckmaschinen werden per Stellschraube eingestellt, Korrekturen von Text und Bild erfolgen manuell mit Pinsel oder einfachen Belichtungsmaschinen. Weder PC noch Desktop-Publishing spielen eine Rolle.

1989 – Erster Kontakt mit Computern

Mit dem Wechsel zu Mannesmann Scangraphic arbeite ich bei einem Hersteller für Fotosatzanlagen und Belichter. Die Maschinen sind riesig und sehr teuer. Um sie bedienen zu können, braucht der Anwender eine mehrwöchige Schulung. Layoutet wird in einer eigenen Programmiersprache. Es gibt keine visuelle Kontrolle, erst die Ausgabe auf dem Belichter zeigt, ob man alle Befehle richtig eingetippt hat. PCs und der Apple Macintosh werden noch müde belächelt und als mögliche Konkurrenz ausgeschlossen.

1991: Desktop Publishing – ein Schreckenswort für die Fotosatzhersteller

Das Thema Postscript fasziniert mich. Ich lerne die Apple-Welt kennen und ihre Anbindung an die Belichter. Desktop-Publishing wird zum Branchenbegriff, der die Anbieter von Fotosatz-Maschinen in die Rolle von Dinosauriern rückt.

1994: Meine Selbstständigkeit beginnt mit Apple

Meine Selbstständigkeit beginnt mit dem Layouten von Zeitschriften am Apple Macintosh. Ein Quantensprung, wenn man an die komplizierten Befehlsketten denkt, mit denen die Fotosatzanlagen gefüttert werden mussten, um Inhalte auszugeben. Die Übergabe der Druckdaten erfolgt über Datenträger.

1996 – Wechsel in die Windows-Welt

Mit dem Wechsel zu Windows NT lasse ich die Apple-Welt hinter mir. Das Leistungsvermögen der Windows-Welt hat sich mittlerweile so angepasst, dass gängige Software auch hier erhältlich ist. Die Hardware ist um einiges günstiger, erfordert aber den ein oder anderen Einsatz im Inneren des Rechners. Ich erweitere mein Leistungsportfolio um das Erstellen von Logos.

1998: Das Internet über Modem erschließt sich langsam

Das Internet hält Einzug. Die Einwahl erfolgt anfänglich über Modem und eine analoge Telefonleitung. Der Umstieg auf ISDN und Kanalbündelung beamen mich in andere Welten. Die Programmierung von Websites wird Teil meiner Aufgaben. Schwerpunkt ist weiterhin das Magazin-Layout.

2000 – CD-ROM lautet das Zauberwort

Zeitschriften werden für den Druck immer noch belichtet. Die Datenübergabe erfolgt zwar digital via ISDN-Leitung und Apple-Computer, wird aber im Belichtungsstudio auf Film ausgegeben. Wir experimentieren mit CD-ROM als weiterem Medienformat.

2004-2009 – die Visualisierung von Praxisbeispielen für kleine und mittlere Unternehmen

Für die Mittelstandsinitiative BestPractice-IT erstelle ich nicht nur das Logo, sondern sämtliche gedruckten Unterlagen, darunter das jährlich erscheinende Praxishandbuch mit jeweils weit über 200 Seiten, Sonderausgaben, Pocket-Guides und Editionen. Die komplette Druckabwicklung mit Freigabeprozess liegt in meiner Verantwortung.

2010-2012: Verantwortlich für die Druckunterlagen der Kampagne nextbusiness-IT, Excellenz im Mittelstand

Für die Kampagne nextbusiness-IT erstelle ich ebenfalls sämtliche Unterlagen, darunter zahlreiche Whitepaper, Dossiers, Praxis-Guides und Kompendien. Auch hier liegt die Druckabwicklung inklusive Angebotseinholung und Auftragsvergabe in meiner Hand. Die Kompendien zeichnen sich durch drucktechnische Rafinessen wie partieller Rückschnitt und Mattfolierung aus.

2011: Videoschnitt? Warum nicht?

Ich schneide meine ersten Videos, Layout von einem über 200-seitigen Buch mit automatisiertem Inhaltsverzeichnis und Index. Die Datenübergabe zum Druck erfolgt nur noch digital via Datenupload. Die Zeiten von Filmen und Datenträger sind schon lange vorbei. Wie ging das eigentlich vorher?

2014 – Webdesign rückt in den Vordergrund

Durch die Einrichtung und Pflege von www.digitalize-your-business.de bin ich komplett in die Welt der CMS-Systeme auf WordPress-Basis eingetaucht. Meine Software, die ich für Grafik und Layout einsetze, stelle ich um auf eine Cloudlösung.

2015 – digitale Inhalte anstatt gedruckter Exemplare

Mit der Erstellung von fünf eBooks und mehreren Whitepapern, erstelle ich im Kundenauftrag das Contentformat, das vom Leser immer öfter bevorzugt wird. Ich sehe es an mir selbst, wie sich mein Nutzerverhalten geändert hat. Lieber digital auf mehreren Lesegeräten verfügbar anstatt haptisch als Staubfänger im Regal.

2016 – im Zeichen der Veränderung

Das Thema Digitalisierung rückt auch bei der Politik in den Fokus. Ich sehe meine Aufgabe nicht mehr als reiner Dienstleister für die Erstellung von Medien, sondern auch in der aktiven Rolle, Produkte auszuprobieren und über meine Erfahrungen zu bloggen.

Diese kurze Zeitreise zeigt, dass es gar nicht möglich ist, sich dem technischen Fortschritt zu verweigern. Ich denke nicht, dass es einen Zeitpunkt gibt, an dem man sich auf erworbenem Wissen ausruhen kann. Es schafft aber die Basis für Neues.

Meine Bereitschaft, Neues in Sachen Software oder Dienstleistungsmodellen einfach mal auszuprobieren, hat mir sicherlich geholfen, die Digitalisierung einfacher anzugehen. Eine unendliche Vielfalt von Cloud- und App-Lösungen wird mir noch viel Möglichkeiten geben, mich „auszutoben“ und Produkten auf Tauglichkeit für kleine und mittlere Unternehmen „auf den Zahn zu fühlen“. Ich lade Sie herzlich ein, über meine Blogbeiträge an meinen Erfahrungen mit dem ein oder anderen Tool bzw. eBook oder Buch teilzuhaben. Wenn Sie Interesse haben, dass ich mir ein bestimmtes Produkt anschauen soll, so tue ich das gerne. Nicht mit der technischen Brille, sondern mit Fokus auf die einfache Bedienbarkeit und den Umgang für Neueinsteiger. Eine kurze Nachricht über die Kommentarfunktion oder über meine sozialen Kanäle reicht, dann setze ich mich mit Ihnen in Verbindung.

Falls Sie Ihren Kunden professionell aufbereitete Inhalte in digitaler oder gedruckter Form zur Verfügung stellen möchten und hierfür einen Ansprechpartner suchen, stehe ich Ihnen mit meinem Fachwissen gerne zur Verfügung.

Herzlichst, Susanne Fischer

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